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Bargeld abheben in den Ferien – Was du wissen solltest!

  • Autorenbild: INDIFOX
    INDIFOX
  • 10. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Wenn du an einem thailändischen Strand liegst, durch eine Altstadt in Europa schlenderst oder einen Roadtrip in den USA machst, Bargeld brauchst du je nach Land mal mehr oder mal weniger.


Doch beim Geldabheben im Ausland können versteckte Kosten lauern. In diesem Blogpost lernst du, worauf du beim Bargeldabheben im Urlaub achten solltest, welche Gebühren entstehen können und wie du unnötige Kosten vermeidest.



Die wichtigsten Gebühren beim Geldabheben im Ausland


Beim Geldbezug im Ausland können gleich mehrere Kostenarten zusammenkommen:


Fremdwährungsgebühr (Währungsumrechnungsgebühr)

  • Wird erhoben, wenn du in einer anderen Währung als CHF abhebst (z. B. EUR, USD).

  • Typisch: 1–2.5 % des Betrags.

  • Diese Gebühr verlangt meist deine Schweizer Bank oder Kreditkartenfirma.


Automatengebühr (ATM Fee)

  • Wird direkt vom ausländischen Automatenbetreiber verlangt.

  • Kann zwischen 2–8 CHF pro Abhebung liegen – je nach Land und Bank.

  • In Ländern wie Thailand oder Mexiko sind solche Gebühren fast immer üblich.


Pauschale Transaktionsgebühr

  • Manche Banken verlangen zusätzlich eine fixe Gebühr pro Abhebung (z. B. 5 CHF).

  • Diese Gebühr fällt oft bei Kreditkarten an.



Abheben mit Debit- oder Kreditkarte: Was ist besser?


Debitkarte (Maestro, Visa Debit, etc.)

  • Wird direkt mit deinem Bankkonto belastet.

  • Günstiger als Kreditkarten – insbesondere bei Neobanken (z. B. Neon, Revolut, Yuh).

  • Ideal für Bargeldabhebungen, wenn du Fremdwährungsgebühren vermeiden willst.


Kreditkarte

  • Meist teurer bei Bargeldabhebungen.

  • Zusätzliche Gebühren (z. B. Zinsen ab dem Abhebungstag) möglich.

  • Besser für Hotelbuchungen oder Mietwagen – nicht für Bargeld!



Tipps um Kosten zu sparen


1 Nutze eine gebührenfreie Karte


  • Karten wie Revolut, Neon oder Wise bieten faire Wechselkurse & keine Fremdwährungsgebühren.

  • Ideal für Reisen, bei denen du öfter Bargeld brauchst.


2 Hebe grössere Beträge auf einmal ab

  • So vermeidest du, bei jeder Abhebung die ATM-Gebühr zu zahlen.

  • Achtung: Sicherheitsrisiko → Bargeld gut verstauen!


3 Immer in Landeswährung abheben

  • Automaten bieten oft „DCC“ (Dynamic Currency Conversion) an – also CHF statt der Landeswährung.

  • Klingt bequem, ist aber teurer!

  • Tipp: Immer die lokale Währung wählen (z. B. USD, EUR), nicht CHF.


4 Vorher Limits prüfen

  • Informiere dich bei deiner Bank, wie viel du pro Tag/Woche abheben darfst.

  • Bei Reisen in ländliche Regionen solltest du genug Bargeld vorher abheben, da es nicht überall Automaten gibt.



Beispiel aus der Praxis: Thailand


Du hebst mit deiner normalen Schweizer Kreditkarte 10’000 THB (~250 CHF) ab.

Gebührentyp

Betrag

ATM-Gebühr (lokal)

ca. 220 THB (~ 5.5 CHF)

Fremdwährungsgebühr (2 %)

5 CHF

Pauschale Abhebegebühr Hausbank

5 CHF

Gesamtkosten

15.5 CHF

Tipp: Mit einer Karte wie Revolut oder Neon könntest du hier bis zu 10 CHF sparen, bei jeder Abhebung.



Reisen komplett ohne Bargeld möglich


In vielen Ländern ist das Reisen komplett ohne Bargeld möglich, da Kartenzahlung (inkl. kontaktlos und mit Smartphone) sehr weit verbreitet ist. In diesen Ländern kannst du als Tourist ohne Probleme alles vom Kaffee bis zum Bus-Ticket bequem mit Karte zahlen. Hier einige Beispiele:


1. Skandinavien: Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland etc.

  • Besonderheit: Weltweit führend in der bargeldlosen Gesellschaft.

  • Fakt: Einige Läden und Cafés akzeptieren nur Kartenzahlung.

  • Tipp: Selbst Straßenhändler und Toiletten haben Kartenleser.


2. Kanada

  • Besonderheit: Weit verbreitete Akzeptanz von Kreditkarten, auch bei kleinen Beträgen.

  • Tipp: Trinkgeld im Restaurant kann direkt auf der Karte hinterlegt werden.


3. Australien & Neuseeland

  • Besonderheit: Karten werden überall akzeptiert, sogar auf Bauernmärkten.

  • Tipp: Du kannst den Bus, den Zug und sogar die Bootsfahrt kontaktlos beim Einsteigen bezahlen


4. Singapur

  • Besonderheit: Die Akzeptanz von Kreditkarten, Debitkarten und mobilen Zahlungsmethoden (z. B. Apple Pay, Google Pay, PayNow)ist sehr hoch.

  • Tipp: Nur ganz wenige kleine Essensstände akzeptieren nur Bargeld oder eine lokale Bezahl-App (z. B. PayLah, PayNow).



Fazit


Bargeld abheben im Ausland ist fast immer mit Kosten verbunden, aber du kannst sie minimieren! Setze auf Karten mit fairen Wechselkursen, informiere dich vor der Reise über die Gebühren deiner Bank und hebe gezielt ab. So hast du im Urlaub mehr Geld für die schönen Dinge, nicht für Gebühren.


Tipp: Erkundige dich vor den Ferien, ob in deinem Reiseland die Hotels, Restaurants oder Shops Kartenzahlung akzeptieren. Es gibt Länder, in denen du komplett ohne Bargeld wochenlang reisen kannst und andere Länder, in denen du ohne Bargeld keinen einzigen Tag durchkommst.


Es gibt auch einige Länder, die Kartenzahlungen akzeptieren, jedoch einen Aufschlag von 3-5% verlangen. Da gilt es abzuschätzen, ob sich Bargeld oder Kartenzahlung mehr lohnen.

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